Seit einigen Jahren sind Zahlen und Daten im Golf sehr wichtig geworden und nehmen weiter an Bedeutung zu. Auf der PGA Tour gibt es etliche Statistiken zu jedem Spieler und auch die Spieler selbst kennen alle Daten und Parameter zu Ihrem Schwung und optimieren ihn stetig.
Das Ziel ist es, anhand von Daten messbar besser zu werden und das eigene Spiel anhand der Daten zu optimieren. Mit modernen Geräten wie Launch-Monitoren lassen sich sehr einfach sehr viele Parameter zum Schwung messen.
Neben Fitness nimmt das Training am Monitor bereits eine sehr wichtige Rolle bei den Profis ein. Aber auch als normaler Amateur-Golfer kann man anhand der Daten viel lernen. Zuerst einmal aber muss man die wichtigen Werte kennen und verstehen. Darum geht es erst einmal, wir erklären wichtige Werte und Parameter für Golfer.
Für ambitionierte Golfer ist es entscheidend zu verstehen, dass Loft und Lie keine statischen Festwerte sind, sondern Variablen, die sich durch Abnutzung oder schlechte Lagerung (z. B. im heißen Kofferraum) verändern können.
1. Der Loft: Der Motor für Distanz und Spin
Der Loft ist der Winkel der Schlagfläche im Verhältnis zu einer vertikalen Linie (dem Schaft). Er ist der primäre Faktor für die Flughöhe und die Spin-Rate des Balles.
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Zahlen & Daten: Ein Driver hat typischerweise einen Loft zwischen 8° und 12°, während ein Sand Wedge bei etwa 56° liegt.
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Der „starke“ Loft-Trend: In deinem Buch solltest du erwähnen, dass moderne Eisen oft „stärker“ (geringerer Loft) gebaut werden. Ein Eisen 7 von heute hat oft den Loft eines Eisen 5 von vor 20 Jahren (ca. 28° statt 34°). Das erklärt, warum Golfer heute „weiter“ schlagen – sie spielen faktisch einen anderen Schläger.
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Wichtiger Fakt für Ambitionierte: Der dynamische Loft (der tatsächliche Loft im Treffmoment) unterscheidet sich vom statischen Loft. Profis „deloften“ den Schläger im Treffmoment, um mehr Druck und Kompression auf den Ball auszuüben.
Loft = Höhe + Spin + Distanz
Mehr Loft bedeutet:
- höherer Ballflug
- mehr Spin
- kürzere Distanz
Weniger Loft bedeutet:
- flacher Ballflug
- weniger Spin
- mehr Roll und Länge
2. Der Lie-Winkel: Der Richtungs-Killer
Der Lie-Winkel ist der Winkel zwischen der Mitte des Schaftes und der Sohle des Schlägerkopfes, wenn dieser flach auf dem Boden aufkommt. Er ist für die Präzision (Richtung) oft wichtiger als der Loft.
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Statistik-Check: Schon eine Abweichung von 1° bis 2° kann bei einem Eisen 7 zu einer Abweichung von mehreren Metern vom Ziel führen – selbst bei einem technisch perfekten Schwung!
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Die physikalische Auswirkung:
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Zu aufrecht (Upright): Die Ferse (Heel) trifft zuerst den Boden. Die Schlagfläche dreht sich nach links (bei Rechtshändern). Der Ball startet links vom Ziel.
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Zu flach (Flat): Die Spitze (Toe) trifft zuerst auf. Die Schlagfläche öffnet sich nach rechts. Der Ball startet rechts vom Ziel.
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Zusammenhang mit Loft: Je höher der Loft eines Schlägers (z. B. Wedges), desto dramatischer wirkt sich ein falscher Lie-Winkel aus. Ein falscher Lie beim Wedge ist fataler als beim Eisen 4.
Warum der Lie extrem wichtig ist
Der Lie-Winkel entscheidet maßgeblich darüber, wohin der Ball startet – oft mehr als der Schwung selbst.
Zu aufrechter Lie (Schaft zu steil)
→ Spitze des Schlägers ist oben
→ Schlägerblatt zeigt leicht links
→ Ball startet links (für Rechtshänder)
Zu flacher Lie (Schaft zu flach)
→ Hacke des Schlägers ist oben
→ Schlägerblatt zeigt leicht rechts
→ Ball startet rechts
Wichtig für Fortgeschrittene:
Ein falscher Lie-Winkel verursacht Startlinien-Fehler, die oft fälschlich als Schwungproblem interpretiert werden.
Lie & Loft – warum sie zusammengehören
Lie beeinflusst: Startrichtung
Loft beeinflusst: Höhe, Spin und Distanz
Erst wenn beide Werte passen, kann Technik ihr volles Potenzial entfalten.
Zum Ende ein anschauliches Video über Loft & Lie:



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